Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
 

My home is my castle

Ganz viel Zeit zu Hause verbringen

Mit den Kindern plötzlich ganz viel Zeit zu Hause zu verbringen - am sichersten Ort für sich, seine Lieben und durch social distancing auch für andere - krempelt unser Leben in all seinen Routinen um. Das ist zunächst einmal ungewohnt, denn Routinen geben Sicherheit.

Die neue Situation zur Covid-19- Pandemie verlangt auf Erwachsenenebene von ganz vielen im Job Höchstleistungen, noch nie dagewesene Aufgaben mit Improvisation und Flexibilität zu meistern. Homeoffice wird zur Herausforderung und Chance zugleich. Plötzlich gilt es, neben eigenen Arbeitsanforderungen, Familienfreizeit zu gestalten und den Alltag aufrecht zu erhalten - neben der Rolle als Kinderbetreuer*in, auch als Schulsekretär*in für Fernunterricht und als Hauslehrer*in zur Seite zu stehen. Je nach Wohnsituation, schlimmstenfalls auf engstem Raum und ohne „Auslauf“ für Kinder, gepaart mit eigenen Stressoren, birgt dies zumindest potentiell eine konfliktträchtige Mischung. 




 
 
Tun Sie sich selbst und Ihren Kindern einen Gefallen, indem Sie den erlebten Druck nicht weitergeben. Krisen verlangen eher nach Kreativität als Perfektionismus und starrer Aufrechterhaltung des Bisherigen. Am Ende werden wir staunen, was und wie wir das geschafft haben. Gönnen Sie sich dazu ein Innehalten und einen Blick auf Ihr Wertesystem, bei dem ganz bewusst Kinder und Familie zum Wichtigsten im Leben zählen. Nutzen Sie die Chance, gerade jetzt bewusst Kurs zu setzen und Vorbild zu sein.

Die Kindheitserinnerungen Ihrer Kinder, das wovon sie vielleicht einmal ihren Enkeln berichten werden, werden nicht nur an den Sonnenseiten des Lebens gemessen, sondern auch an dem, wie es gelingt, Situationen zu meistern und als Familie gemeinsam durchzustehen. Die schönen Urlaubserinnerungen sind ohnehin fest verankert und nicht nur im Familienalbum nachzuschlagen.

Wenn Erwachsene den Kopf all zu voll haben, geschieht es nur zu leicht, dass die Bedürfnisse der Kinder übersehen werden - dabei ist gerade jetzt Sensibilität, achtsames Zuhören, miteinander Reden und Ermutigung wichtig. Es gilt eine neue Tagesstruktur zu finden und vielleicht auch ein neues Raumkonzept in den eigenen vier Wänden, um Fernunterricht und Homeoffice gut organisieren zu können. Binden Sie Ihre Kinder, je nach Alter, in alltägliche Aufgaben ein, die zu erledigen sind. „Alltagspädagogik“ bedeutet z.B. Haushaltskram bewusst zum Miteinander und auch zur Qualitätszeit zu erheben. Entdecken Sie im gemeinsamen Tun Fähigkeiten und machen Sie Selbstwirksamkeit erfahrbar – „Lernen fürs Leben“. 

So konnten sich etwa meine Kinder, 11 und 12 Jahre alt (im bisherigen Alltagstrott erprobte Drückeberger vor Haushaltsaufgaben ), nachdem wir die Notwendigkeit des Zusammenhalts erfahrbar machten, nun selbstbestimmt einen Haushaltsplan mit einer „ToDo-Liste“ austüfteln und Brotbacken als ihr neues Hobby entdecken. Musikschulunterricht findet derzeit über Video statt, schulischer Fernunterricht bringt in Sachen Selbstorganisation und Digitalisierung neue Fertigkeiten hervor. Trotz Distanz nutzen wir die Fülle der Kommunikationsmöglichkeiten und nehmen uns Zeit, unseren Lieben nah zu sein. Aus Langeweile entstand nach anfänglichem „Unrundlaufen“ nun Ideenreichtum und Lösungskompetenz. Alte Spielzeugkisten und Bücher wurden auf Brauchbarkeit überprüft und manche Schätze wurden (wieder) entdeckt. Aus Geschwister-Neckereien wurden mehr denn je notgedrungen gemeinsame Projekte. Manche dieser Kompetenzen hätten unsere Kinder in familiär üblicher Gangart so wohl nicht gelernt. Auch wir nicht als Eltern. Was bleibt und auch der ganzen Familie guttut, ist die Zuversicht, dass diese Zeit im trauten Zuhause absehbar auch wieder enden wollend ist. 

Der nächste Urlaub kommt bestimmt. Und davon leben Hoffnung und Sehnsucht beim Gedanken an Lieblingsorte, die wir wieder besuchen wollen. Wo wir Kraft tanken, genießen und entspannen können, wo Leichtigkeit und Freude sich wieder breitmachen und das Beste an allem - für jene die wollen: gesellig in Gemeinschaft.
  • Beitrag und Bilder: Nathalie Genser
  • Selbstständige Psychotherapeutin (Systemische Familientherapie)
  • Mutter von 2 Kindern
  • liebstes Urlaubsland: Österreich, wo in naturbelassener Umgebung Sport mit Erholung und Genuss erlebt werden kann. 
 
Artikel die Sie interessieren könnten
 
Freddys Reisetipps

Kuh und Schuh auf Du und Du

Sommerzeit ist Bergzeit und bei einer Wanderung durch die Almwiesen führt uns der Weg schon auch mal durch eine Kuhweide. Und so kann es einem dabei gehen …
29.07.2020
Family Austria Admin
 
 
 
 
Freddys Reisetipps

Glücks.Impuls "COVID-19"

URLAUBSGLÜCK trotz COVID-19 mit Glücks-Tipps für den Sommer

Ideen, die Ihre eigene Kreativität anregen sollen oder einfach nur zum Ausprobieren für schöne Glücksmomente.
03.06.2020
family austria Hotels & Appartements
 
 
 
 
Freddys Reisetipps

Glücks.Impuls "FREUDE"

Bereite jemandem eine kleine Freude.

Die Glücksforschung und Neurobiologie sind davon überzeugt, dass jeder für sich am meisten tut, wenn er etwas für andere tut. Daher lautet der heutige Impuls, jemand anderem eine kleine Freude bereiten – und das trotz oder vor allem wegen der aktuellen Situation.
05.05.2020
family austria Hotels & Appartements
 
 
 
 
Freddys Reisetipps

Glücks.Impuls "DANKBARKEIT"

Gestaltet euer persönliches Dankbarkeits-Glas! Was macht euch glücklich?

Ein Kollege hat einmal gesagt: „Wir müssen einfach nur ein bisschen mehr dankbar sein, für das was wir haben, als uns zu beklagen, was wir NICHT haben.“ 
03.04.2020
family austria Hotels & Appartements