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Freddy beim Rudern

Plitsch-platsch!

Überraschung am See

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Eine Geschichte mit Freddy Fit von Larissa Herzl.

Plitsch-platsch! Überraschung am See

Wie jeden Sommer macht Freddy Fit auch heuer wieder mit Omama und Onkel Birnstingl Urlaub am See. Die Woche, die er dort verbringt, ist für ihn immer die schönste Zeit des Jahres und das ist auch dieses Mal kein bisschen anders. Vor allem weil einer seiner besten Freunde, Tobi Traube, heuer mitgekommen ist. Gemeinsam haben die beiden schon vor Antritt ihrer Reise eine endlos lange Liste mit all den Dingen, die sie unternehmen wollen, erstellt. Der Omama ist vor lauter Schreck fast die Brille von der Nase gefallen, als sie diese durchgelesen hat. „Kinderchen, wie lange wollt ihr denn verreisen? Da habt ihr euch aber viel vorgenommen!“, rief sie augenzwinkernd. Auch wenn Freddy Fit nichts gegen einen ausgedehnten Urlaub einzuwenden gehabt hätte, haben Tobi und er am Ende die Liste doch noch um ein paar Punkte gekürzt. Und auf ebendieser gekürzten Version steht unter dem heutigen Tag: „Tretboot fahren“.


Freddy saust gleich nach dem Aufstehen zu Onkel Birnstingl und Omama und berichtet ihnen von dem Plan, heute mit Tobi ein Tretboot zu mieten und hinaus auf den See zu fahren. „Aber alleine fährt ihr mir nicht, das ist viel zu gefährlich!“, meint Onkel Birnstingl. „Ach Onkel, ich kenne doch jeden Winkel des Sees schon ganz genau, ich war ja schon Tausende Male hier“, grinst Freddy und versucht so, seinen Onkel zu überreden. Nach einigem Hin und Her willigen Onkel Birnstingl und Omama schließlich ein. Aber nur unter der Bedingung, dass Freddy und Tobi in Sichtweite bleiben und eine Schwimmweste tragen.

Also laufen Tobi und Freddy los zum See, wo neben dem Steg ein kleines Holzhäuschen steht. Dort mieten die beiden ein gelbes Tretboot mit Rutsche und schon werden die Schwimmwesten angezogen und es geht ab an Bord. Omama und Onkel Birnstingl stehen am Ufer und winken ihnen zu. Die beiden Freunde treten voller Elan in die Pedale, sodass das Tretboot schnell an Tempo zulegt. Wie versprochen bleiben sie in der Nähe.

Freddy und Tobi sind in Windeseile ein Stück weit vom Ufer entfernt, jedoch noch immer unter Aufsicht von Onkel Birnstingl – die Omama hat es sich bereits im Liegestuhl bequem gemacht. „Los, Tobi, lass uns mal die Rutsche austesten“, schlägt Freddy Fit vor und keine zwei Minuten später landen sowohl Freddy als auch Tobi mit einem lauten „Platsch“ lachend im Wasser. Die beiden sehen sich um und genießen die Sonne, die warm vom Himmel herab scheint und die sanften Wellen am See glitzern lässt. Doch plötzlich kneift Tobi die Augen zusammen. „Hey, sieh mal, da drüben im Schilf! Da sind Entenbabys! Die sehen total aufgeregt aus!“ Freddy Fit schaut in die Richtung, in die Tobi zeigt. „Du hast Recht! Komm, Tobi, das müssen wir uns näher ansehen!“

Der Radweg wird immer enger und führt durch ein Waldstück. Links und rechts von Freddy ragen hohe Bäume in die Luft. „Die Straße ist ab hier nicht mehr so glatt, passt also auf!“, ruft Onkel Birnstingl nach hinten. Die drei fahren den kurvigen Weg entlang und Freddy Fit merkt nach einer Weile, wie seine Beine immer müder werden. Der Omama scheint es ähnlich zu gehen. „Eine Steigung! Auch das noch!“, keucht sie. Vor ihnen führt der Weg ein Stück nach oben, wo der Wald lichter zu werden scheint. Freddy Fit wagt einen kurzen Blick nach hinten, wo er sieht, dass die Omama schon sehr mit ihren Pedalen zu kämpfen hat. Sie atmet laut ein und aus und ihre Gesichtsfarbe sieht der Farbe ihres Ponchos gefährlich ähnlich. Da ruft der Onkel: „Kommt, nur noch ein paar Meter, dann wird es leichter! Da vorne steht eine alte Holzhütte, dort ruhen wir uns aus!“

Müde und außer Atem lässt sich die Omama auf die überdachte Bank vor der kleinen Hütte plumpsen, dicht gefolgt von Freddy Fit. Nachdem Onkel Birnstingl die Fahrräder an die Wand gelehnt hat, setzt auch er sich an den Tisch und kramt einige Brotdosen und drei Wasserflaschen aus seinem Rucksack. Er reicht den beiden erschöpften Radlern je eine Flasche Wasser und ein Käsebrot, das sie dankend annehmen. Der Regen ist mittlerweile fast abgeklungen und es kämpfen sich wärmende Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Seufzend nimmt die Omama noch einen Bissen von ihrem Brot: „Ich merke schon, wie meine Kräfte zurückkommen, aber ich glaube nicht, dass ich es heute noch zum Wasserfall schaffen werde. Ich weiß ja gar nicht, wo er genau ist und wir haben ja den Rückweg auch noch vor uns. Da habe ich mir wohl ein bisschen zu viel vorgenommen.“ Traurig blickt sie zu Boden. Freddy Fit, dessen Puls sich auch wieder etwas beruhigt hat, legt ihr tröstend eine Hand auf die Schulter. Da hält er inne. „Hört ihr das?“, fragt er und lehnt sich mit konzentriertem Blick zur Seite. Der Onkel und die Omama spitzen die Ohren und kurz darauf ziehen beide hörbar die Luft ein: „Der Wasserfall!“

Gesagt, getan. Die Freunde klettern zurück aufs Boot und strampeln wie wild auf das Schilf zu. Als sie näher kommen, sehen sie, dass die kleinen Enten hektisch mit den Flügeln schlagend im Kreis schwimmen und dabei laut quaken. „Das hört sich fast an, als würden sie um Hilfe rufen!“, meint Tobi besorgt und sein Blick erkundet aufmerksam die nähere Umgebung. Plötzlich sieht er es. „Freddy, schau, die Entenmama hat sich im Schilf verfangen!“ Hilflos strampelnd versucht die Ente, sich zu befreien, doch sie hängt mit einem ihrer Flügel im dichten Schilfgras fest. Freddy Fit und Tobi Traube sehen sich vielsagend an und wissen sofort, was zu tun ist. Tobi setzt sich ans Steuer und lenkt das Tretboot ganz dicht an das Schilf heran. Freddy Fit lehnt sich über den Rand des Bootes hinaus, gerade so weit, dass er noch sein Gleichgewicht halten kann und streckt seine Arme nach der geschwächten Ente aus. Bedacht darauf, sie nicht zu verletzen, befreit er zuerst vorsichtig ihren Flügel, um sie danach behutsam aus der misslichen Lage zu retten und zurück zu ihrem Nachwuchs ins Wasser zu setzen.

Sofort kuscheln sich die Entenbabys an ihre Mama und ihr Gequake hört sich nun richtig freudig an. Glücklich sehen sich Freddy und Tobi an. „Sind wir nicht ein gutes Rettungsteam?“, fragt Tobi. „Das beste“, antwortet Freddy grinsend.

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Fotocredits: (c)unsplash, pexels.com

Freddy Fit hat all seine Freunde zu Hilfe gerufen. Und auf Zenzi Zwetschke, Ronni Rhabarber und Mara Marille ist immer Verlass. Als Freddy vor der Tür von den Zwillingen Klara und Kiara Kirsche gestanden ist, um ihnen ihre Mützen zu übergeben, haben sich die beiden nur einen kurzen Blick zugeworfen, genickt, sich die Hauben aufgesetzt und sich dem Weihnachtstrupp angeschlossen. Eddi Erdbeer ist ebenfalls dazugestoßen. Zusammen und doch jeder auf seinem eigenen Weg, sind die Freunde jetzt unterwegs und tauschen Geschenke was das Zeug hält. Sie packen und verteilen, schneller als jedes Rentier das geschafft hätte.

Als auch das letzte Paket in die richtigen Hände gekommen ist, ist es schon ziemlich spät in der Nacht. Erschöpft lassen sich die Freunde auf Freddys großes Sofa in seinem Wohnzimmer fallen, während Onkel Birnstingl heißen Kakao und Decken verteilt. Da läutet das Telefon. „Ich denke, das ist für dich, Freddy“, schmunzelt der Onkel und reicht Freddy Fit den Hörer weiter. Rudolfs Stimme erklingt lautstark, sodass Freddy das Telefon in einem sicheren Abstand zu seinem Ohr halten muss: „Applaus für den einzig wahren Weihnachtsapfel! Freddy Fit, ohne dich hätte Weihnachten in diesem Jahr nicht mit Geschenken stattfinden können! Hiermit befördere ich dich und alle deine Freunde offiziell zum Weihnachtsobst!“ Freddy Fit hebt eine Augenbraue. „Äh, danke, schätze ich?“, grinst er. Und als die Freunde nun auch endlich ihre eigenen Geschenke öffnen können, meint der Onkel: „Ihr seid wirklich wahre Weihnachtshelden.“

 

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