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Wärmende Suppen,
Currys und Eintöpfe

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Ein Genusstipp von Ulrike Zika.

Wie wir uns mit Genuss schlank schlemmen können!

Der Herbst zieht ins Land, die Tage sind kürzer und grauer. Die Kraft der Sonne und die Temperaturen nehmen deutlich ab. Nicht selten begleiten uns nun auch kalte Füße und Hände und innerliches Frieren. Wenn Kälte in den Körper eindringt, haben auch Erkältungskrankheiten ein leichtes Spiel… Dies muss nicht sein, denn mit der entsprechenden Ernährung können wir dem innerlichen Frost entgegenwirken und von innen heizen!

Lebensmittel haben unterschiedliche thermische Eigenschaften

Sämtliche ganzheitliche und Jahrtausende alten ganzheitlichen Medizin- und Gesundheitssysteme haben sich von jeher mit dem Temperaturverhalten von Lebensmitteln beschäftigt. Das älteste System, das indische Ayurveda ebenso wie die Traditionell Chinesische Medizin oder das mittelalterliche Konzept der Hildegard von Bingen wussten bereits um die thermischen Eigenschaften von Nahrungsmitteln und setzten diese therapeutisch im Sinne der gewünschten Wirkung ein. Demnach können Lebensmittel wärmen oder kühlen, befeuchten oder trocknen.

Warmes Frühstück gegen kalte Füße

Aber nicht nur die Auswahl der Grundzutaten sondern auch die Art der Zubereitung unserer Nahrung beeinflusst unser Temperaturempfinden. Wer regelmäßig warme und gekochte Nahrung zu sich nimmt, wird bald nicht mehr mit kalten Füßen leben müssen. Vor allem ein warmes Frühstück, z.B. in Form eines gekochten Haferbreis mit Zimt, einer heißen Suppe, eines würzigen Eiergerichts oder Eintopfs, kann uns bereits in der Früh mit wohliger Wärme versorgen.

Wärmende Kochmethoden

Grillen, langes Kochen, backen, schmoren und räuchern sind allesamt Kochmethoden, die dem Gargut Wärme zuführen. Daher essen wir im Winter besonders gerne im Backofen Gebratenes, Schmorgerichte oder lange vor sich hin simmernde kräftige Suppen, Eintöpfe oder Currys. Durch die Zugabe von wärmenden Gewürzen wie Chili, Zwiebel, Zimt oder Ingwer verstärken wir diese Eigenschaft ebenso wie durch einen Schuss Cognac, Rum oder Rotwein. Daher ist es nicht verwunderlich, dass gerade in der kalten Jahreszeit, diese Gerichte besonders gern gegessen werden.


Regelmäßig warm essen schützt vor überflüssigen Kilos

Dass regelmäßig warmes Essen ebenso wie der Verzehr eines nahrhaften Frühstücks davor bewahren kann, überzählige Kilos anzuhäufen, klingt paradox, wird aber sowohl von Jahrtausende alten Ernährungslehren als auch von modernen Studien belegt. Unsere Verdauung und unser Stoffwechsel benötigen die zugeführte Wärme, um gut zu funktionieren. Wer mit vielen Nulldiäten und thermisch kalten Mahlzeiten wie einem Übermaß an Rohkost, kalten Brotmahlzeiten und eisgekühlten Getränken sein Verdauungsfeuer ständig abkühlt, bekommt häufig nicht nur gesundheitliche Probleme wie Verdauungsstörungen, Durchfall oder chronische Müdigkeit sondern muss auch mit Gewichtszunahme, Wasseransammlungen und Kälteempfindungen rechnen.

Immunsystem stärken

Einige wärmende und scharfe Lebensmittel können zudem dazu beitragen, unsere Lunge zu schützen und unser Immunsystem zu stärken. So enthalten Ingwer, Pfeffer, Chili, Curry Meerrettich oder Senf allesamt Substanzen, die uns auch gegen Erkältungskrankheiten wappnen können.

Aber bitte kein Öl ins Feuer!

Die Dosis bestimmt jedoch stets, ob etwas Gift oder Medizin ist. Wer von Natur aus bereits mit Hitzesymptomen wie Wallungen, innerliche Unruhe, Bluthochdruck, akuten Entzündungen oder Schlafstörungen leidet, der sollte mit der Zufuhr von thermisch sehr heißen Lebensmitteln wie Chili, Knoblauch oder hochprozentigem Alkohol vorsichtig sein, da hitzebedingte Beschwerden dadurch noch verstärkt werden können.

Buchtipp: Soeben neu erschienen ist Ulrike Zikas Kochbuch „Meine Wohlfühlküche mit Herz – Lieblingsgerichte, die schmecken und guttun“, ein Kochbuch für alle Jahreszeiten, das auch mit einer Reihe von wärmenden Suppen und Eintöpfen aufwarten kann!

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Fotocredit Rezeptfoto: Nadine Poncioni

Shitakepilz
Als König der Heilpilze gilt der Shitakepilz. Er hilft, Blutdruck und Blutfette zu senken, unterstützt bei Herz- und Kreislauferkrankungen und stärkt das Immunsystem und die Verdauung. In der Traditionell Chinesischen Medizin gilt er als schleimlösend mit einem Organbezug zu Milz, Magen und Lunge.

Austernpilze
Austernpilze sind schmackhafte Lieferanten von Vitamin B. Sie stärken das Verdauungssystem und die Darmflora und schützen unsere Zellen vor freien Radikalen. Sie regulieren Blutfette und vertreiben aus Sicht der Traditionell Chinesischen Medizin Wind und Kälte aus dem Körper.

Geschmacksexlposion: Umami Pur
Neben den vielen gesundheitlichen Vorteilen von Pilzen, sind diese aber vor allem auch kulinarisch interessant! Pilze sind Vertreter des Umami-Geschmacks, jener vollmundigen Geschmacksrichtung, die erst seit 2002 offiziell als eine der 5 Geschmacksrichtungen anerkannt ist. Umami wird auch als natürliches Glutamat bezeichnet, das Salz der Glutaminsäure gibt einen besonders herzhaften Geschmack, den wir sonst noch in würzigen Produkten wie Fleisch, Fisch, Parmesan oder Tomatensauce finden. Eine fleischlose oder fleischarme Küche profitiert daher besonders von der Zugabe von Pilzen, denn diese können ganz ohne tierisches Eiweiß herzhafte Gerichte und würzige Geschmäcker entstehen lassen. Aber überzeugen Sie sich selbst: Beim Angebot von untenstehendem Pilz-Aufstrich hat schon so manch eine*r die sonst beliebte Leberpastete übrig gelassen…

Rezept: Pilz Mix Aufstrich

Zutaten:

  • 10 g getrocknete Steinpilze
  • 100 ml Wasser
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 80 g braune Champignons
  • 80 g Austernpilze
  • 60 g ausgelöste Walnüsse
  • 50 ml Olivenöl Extravergine
  • ½ Bio-Zitrone
  • 1 kleiner Bund Petersilie
  • Weißer Pfeffer aus der Mühle

Steinpilze in Wasser einweichen und mindestens 15 Minuten ziehen lassen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Pilze säubern und in Scheiben schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch anbraten, Pilze beifügen und alles anrösten. Nüsse beifügen und mitrösten. Anschließend mit dem Saft und Abrieb einer Bio-Zitrone mit dem Stabmixer zu einer Paste zerkleinern. Je nach gewünschter Konsistenz eventuell noch einen Schuss Olivenöl beifügen.

Zum Schluss frisch gehackte Petersilie unterrühren und mit weißem Pfeffer und Salz abschmecken.

 

Das Rezept stammt aus meinem Kochbuch: Vegane und vegetarische Aufstriche Pestos & Dips, Kneippverlag 2017

https://www.styriabooks.at/info/blogs/so-bunt-koennen-gesunde-aufstriche-sein

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